Eine Vogesenwanderung im Bergmassiv Madeleine bei Saint Die

Bergmassiv Madeleine

Eine Rundwanderung in der Nähe von Saint Dié.

Im Massif de la Madeleine gibt es vielleicht Spuren der Kelten zu entdecken.

Das Bergmassiv Madeleine, der Kemberg und das Ormont-Massiv sind die drei Berge die Saint Dié umgeben. Unsere Vogesenwanderung im Bergmassiv Madleine hat zudem einige geheimnisvolle Besonderheiten zu bieten.

Anfahrt zur Wanderung.

In Saint Dié beim Kreisel vor dem Hypermarché LeClerq auf der N420 Richtung Epinal fahren.

Anfang und Ende des Rundwegs.
Anfang und Ende des Rundwegs.

Dann die Bahnlinie überqueren und anschließend rechts halten. Des Weiteren auf der N420 bis La Bolle, Cap France fahren, dann rechts abbiegen Richtung Maison Familiale auf dem Chemin du Reservoir. Dort kann man dann sein Fahrzeug abstellen. Es gibt eine Tafel mit Mountain Bike Routen, rechts einen kleinen See. Am Ende des geteerten Weges geht es dann alsbald los.

Die Rundwanderung ist zudem gut ausgeschildert und mit einem blauen Ring auf weißem Grund versehen. Der Vogesen-Club der hier die Markierungen vornimmt, hat darauf geachtet, dass runde Markierungen immer auf einen Rundweg hinweisen. Entweder ist es ein voller Punkt oder wie hier ein Ring.

Die Wanderung beginnt am Maison Familiale und führt dann am Zaun entlang. Es geht über gute Wege, aber manchmal auch über kleine Wurzelpfade und durchs Unterholz. Im Gegensatz zum eingezeichneten Rundweg auf der IGN Wanderkarte verläuft er in der Realität inzwischen anders. Länge: ca. 8 KM. Dauer: ca. 2H30 bis 3H00.

Der Stuhl des Königs, La Chaise du Roi,  535 m über NN.

Nach etwas schweißtreibendem Aufstieg kann man dann hier seinen ersten Halt zum Durstlöschen machen.

Bergmassiv Madeleine: Koenigstuhl. La Chaise du Roi.
Bergmassiv Madeleine: Koenigstuhl. La Chaise du Roi.

Der Name des Felsen soll daher rühren, dass Charlemagne, also Karl der Große, sich hier von der Auerochse-Jagd ausgeruht haben soll. Es soll hier auch eine Burg namens Maherus gegeben haben, die aber im dreizehnten Jahrhundert zerstört worden sein soll.

Die Hufabdrücke eines Esels. Le Pas de l’Ane.

Nach kurzer Wegstrecke kommt man schließlich zu einem roten Buntsandstein mit 2 deutlichen Hufeindrücken. Sie sollen vom Esel des Eremiten Bruder Humbert stammen, der hier um 1800 gelebt hat. Trotzdem gibt es leider keinen Hinweis auf Entstehung oder auf deren Bewandtnis.

Vielleicht sind diese Roches à cupules sogenannte Schalensteine.

Die Datierungen und Einschätzungen dieser Schalensteine sind sehr unterschiedlich. Sie können zudem sehr verschiedenen Ursprungs sein, des Weiteren sind sich die Forscher auch nicht ganz einig.

Bergmassiv Madeleine: Seltsam bearbeite große Steine.
Bergmassiv Madeleine: Seltsam bearbeite große Steine.

Interessant ist, dass diese merkwürdigen Steine, auch Druidensteine genannt, ein scheinbar bearbeitetes Rundloch haben. Leider gibt es auch hier keinen Hinweis zur Funktion. Sie könnten aus keltischer Zeit stammen, der Alternativ-Name Druidensteine weist ja darauf hin. Die Keltensiedlung Camp celtique de la Bure ist in Reichweite und andere Siedlungen waren außerdem nicht allzu weit entfernt.

Die Startrampe für die Drachenflieger. La rampe de parapente.

Ein wenig Gänsehaut bekommt man schon, wenn man sich vorstellt, dass hier ganz normale Menschen mit einem Gleitschirm ins Ungewisse springen. Oder etwa nicht?

Bergmassiv Madeleine: Absprung der Drachenflieger.
Bergmassiv Madeleine: Absprung der Drachenflieger.

Im Bergmassiv Madeleine gibt verschiedene Aussichtspunkte. Einen besonders schönen Ausblick hat man hier an der Startrampe der Drachenflieger, daher kann man Ikarus-gleich auf Saint Dié und Umgebung blicken.

Die Schutzhütte der Jäger. L’abri des chasseurs.

Die Jägerhütte, ungefähr etwas nach halber Strecke,  bietet bei eventuell überraschenden Regen einen Schutz. Ebenfalls kann man an Tisch und Bank sein mitgebrachtes Vesper verzehren.

Ein gefasster Brunnen. La Fontaine de la Solitude.
Bergmassiv Madeleine: Brunnen.
Bergmassiv Madeleine: Brunnen.

Der alte Brunnen, 634 m über NN, ist zwar intakt, es kann aber leider kein Wasser entnommen werden. Der Brunnen ist einfach auch etwas zu suspekt und es gibt außerdem keine problemlose Entnahmemöglichkeit. Die Funktion des Brunnens La Fontaine de la Solitude bleibt deshalb im Ungewissen.

Letztes Wegstück.
Nach dem Brunnen geht es dann fast nur noch bergab. Das Wegstück zum eigenen Fahrzeug ist zudem nicht mehr sehr groß. Bei dieser Rundwanderung müssen einige geheimnisvolle Merkwürdigkeiten ohne Erklärung bleiben.
So stellt sich dann die Kartensituation dar:

Download der GPX-Datei mit Rechtsklick.

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