Der kleine Silberminen-Rundweg im Val d’Argent

Der Silberminen-Rundweg im Val d’Argent.

Silberminenweg bei Sainte-Marie-aux-Mines, Echery.

Ein Rundweg auf dem Neuenberg.

Der Silberminen-Rundweg trägt als Wanderzeichen eine Fledermaus, sowie Hammer und Meißel. Der Start für die beiden Rundwege ist Echery. Es ist gehört zu Ste-Marie-aux-Mines.

Silberminen-Rundweg: Wegzeichen.
Silberminen-Rundweg: Wegzeichen.

Die kleine Runde mit den blauen Stationen ca.: 3,5 km; 2h30; 150 Hm. Sie ist teilweise recht steil und eng.

Die große Runde mit den grünen Stationen ca.: 6,8 km; 4h00; 380 Hm.

An den Rundwegen liegen auch die Silberminen, die unter sachkundiger Leitung besichtigt werden können. Eine andere Mine hingegen befindet sich unten im Dorf neben der Kirche.

Der Silberminen-Rundweg beginnt mit einer Karte.
Silberminen-Rundweg: Karte des Rundwegs.
Silberminen-Rundweg: Karte des Rundwegs.

Jede blaue Station hat eine Tafel. Zum Bsp. die Station sechs, aus dem Schacht wurde Kobalt gefördert. Ein Mahlstein zermahlte das Kobalt an Ort und Stelle. Kobalt ist u.a. ein blauer Farbstoff mit dem man im Elsaß die Häuser anstrich.

Auf einer Tafel steht, dass Mönche die ersten Minenarbeiter waren. Es gibt aber auch die andere Meinung, dass einige tiefere Löcher um Ste-Marie-aux-Mines bereits in der Steinzeit dazu dienten im Tagebau Erz abzubauen.

Die Minenarbeiter kamen aus allen umliegenden Ländern.
Wohnhaus einen Minenarbeiters mit dem typischen Treppenhaus-Turm.
Wohnhaus einen Minenarbeiters mit dem typischen Treppenhaus-Turm.

Aus Ländern, in denen Bergbau betrieben wurde, kamen im 16. Jh. die Kumpel nach Markirch, wie es früher hieß. Zum Bsp. aus Deutschland, meist Thüringen und Sachsen. Aber auch Österreicher und Italiener kamen ins Elsaß. Dadurch, dass die Elite der Kumpel zusammen arbeitete, gab es Wachstum und Wohlstand in der Region. Das Haus auf dem Bild hat eine im Turm verlaufende Wendeltreppe. Dies weist auf den Erbauer aus Österreich hin.

Der Uhrenturm mit einem Förderwagen, einem sogenannten Hund.
Der Uhrenturm mit einem Förderwagen, einem sogenannten Hund.

Auf dem Bild sieht man einen Hund. Der Name für die schwarzen Wagen stammt von dem bellenden Geräusch, das sie von sich geben, wenn man sie durch die Mine schiebt. Auf dem Boden der Hauptgänge der Minen lagen des Weiteren zwei stabile Bretter. Die Kumpel schoben darauf die Hunde. Wenn sie dann den Hund über den Spalt von zwei anstoßenden Brettern schoben, gab es ein bellendes Geräusch. Die Wagen hatten zudem ein sehr hohes Gewicht, dass man ihnen nicht so ohne Weiteres ansieht.

Besichtigung der Silberminen.
Ein Silberminen-Eingang aus groesserer Entfernung.
Ein Silberminen-Eingang aus groesserer Entfernung.

Aus dem geschützten Gebiet um die Silberminen darf des Weiteren nichts an Mineralien entnommen werden. Nachfolgende Besucher werden sich infolgedessen darüber freuen. Welchen Einfluss die Minen damals auf das Leben und die Region hatten, kann man außerdem leicht an den Namen der Minen ablesen. Die ganze Region veränderte sich: die soziale Strukturen, die Architektur und die Traditionen. Des Weiteren wurde sehr viel Holz aus den Wäldern entnommen. Der entwässernde Minenbach musste ebenfalls abgeleitet werden.  Glücklicherweise wurde auch wieder aufgeforstet, sodass wir heutzutage schöne Wanderungen im Wald machen können.

Ein verschütteter Silberminen-Eingang auf dem Rundweg.
Ein verschütteter Silberminen-Eingang auf dem Rundweg.

Ohne sachkundige Führung sollte auf keinen Fall eine Mine betreten werden, weil es einfach zu gefährlich ist. Die Stationen sind zudem interessant genug. Im Touristenbüro oder bei der ASEPAM kann man nachfragen, welche Silbermine besichtigt werden kann. In den Minen herrscht immer eine Temperatur von ca. 9°C vor. Die Führer in der Mine empfehlen gute Schuhe und warme Kleidung, die weitere Ausrüstung gibt es dann von ihnen.

Kinder sind beim Besichtigen der Silberminen im Vorteil.
Ein bewetterter Silberminen-Eingang.
Ein bewetterter Silberminen-Eingang.

Die Gänge waren zudem sehr eng. Wenn man bedenkt, dass alles von Hand mit Hammer und Eisengeschlagen werden musste, ist dies sofort klar. Die Lebenserwartung lag bei ca. 30 Jahren. Wenn wir uns an das Märchen Schneewittchen und die sieben Zwerge erinnern, haben wir auch schon die Bevorteilten bei einer Besichtigung der Mine. Infolgedessen möglichst klein, kein Übergewicht und vor allem keine Platzangst.

Der Uhrenturm am Silberminen-Rundweg.
Der Uhrenturm auf dem Rückweg.
Der Uhrenturm auf dem Rückweg.

Auf dem Silberminen-Rundweg geht es zurück zum Ausgangspunkt. Wenn man sich umdreht, dann hat man den Blick von links.

Der Uhrenturm war das Gefängnis der Kumpel, aber auch der Gerichtssaal. Die Zunft der Bergleute hatte eine unabhängige Gerichtsbarkeit und auch die ersten sozialen Absicherungen. Die Arbeit war sehr gefährlich, Frau und Kinder verloren deshalb ihren Ernährer oft  viel zu bald.

Im Office de Tourisme gibt es ein Faltblatt für die beiden Minenwege in Echery. Auf Guy’s Blog gibt es zauberhafte Bilder vom Silberminenweg.

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